Universitätsverlag Potsdam

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Matthes, Gerald:
Fördern und Diagnostizieren : Untersuchung der Entwicklung von Kindern der Jahrgangsstufen 1 und 2 in der förderdiagnostischen Lernbeobachtung
/ Gerald Matthes ; Karin Salzberg-Ludwig ; Barbara Nemetz. - Potsdam : Universitätsverlag Potsdam , 2008. - 155 S. : graph. Darst.
(Potsdamer Studientexte : Sonderpädagogik ; 28)
ISSN 0945-7968
ISBN 978-3-940793-64-5
Preis: 12,00 €    (Bezugsinformationen)

Auf dem Publikationsserver der Universität unter:
http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2008/2698/

Abstract:

Die förderdiagnostische Lernbeobachtung ist eine Strategie der Verknüpfung von Förderung und Diagnostik. Sie kann zum Beispiel bei der Diagnostik des sonderpädagogischen Förderbedarfs angewandt werden. Das Verfahren erstreckt sich über mehrere Monate. Das Kind bleibt in seiner Grundschulklasse und erhält eine zusätzliche Förderung. Grundschullehrerin und Sonderpädagogin arbeiten zusammen. Auf diesem Wege lässt sich ein klareres Bild über den Umfang der Beeinträchtigung eines Kindes und die Möglichkeiten der Förderung gewinnen.
Die Publikation berichtet über ein Untersuchungsprojekt, in dem die Entwicklung von Schülern des 1. und des 2. Schuljahres untersucht wurde, die sich in der förderdiagnostischen Lernbeobachtung befanden. Gleichzeitig diente das Projekt der Verbesserung der Strategie.
Im Mittelpunkt standen kontrollierte qualitativ-quantitative Einzelfallanalysen, in denen die individuellen Lern- und Entwicklungsverläufe untersucht wurden. Durch diese Methodik konnte die Komplexität und Individualität der Entwicklung und Förderung der einzelnen Kinder abgebildet werden. Mit Hilfe einer Metaanalyse ermittelten wir allgemeine und relevante Einflussfaktoren für die Diagnostik, Förderplanung und Förderung. Daraus wurde ein Modell zur Gestaltung der förderdiagnostischen Lernbeobachtung abgeleitet. Dargestellt werden auch die Bedingungen und Voraussetzungen einer erfolgreichen Förderung der Kinder.

The investigation deals with the difficulty of linking diagnostics and special education help (and to look on it as a unity). This problem must be solved to identify the type of learning impairment and offer special educational services. For this purpose the authors develop and test a programme which lasts several months. The child stays in his or her primary school class. So he or she will get special help and will be supported by the class teacher and the special education teacher, who are closely working together. The application of the strategy was tested with 28 schoolchildren, who have problems and impairments in learning, in their language and in their emotional and social development.
The study is based on controlled qualitative and quantitative individual cases in which the mental, physical and learning development is analyzed. Using this strategy, the complexity and individuality of the development as well as special education needs of every child could be shown. With the help of a meta-analysis, the authors found out general and relevant factors for a diagnosis, an individualized education plan and special educational services. From these factors, a model for diagnose and special education needs was derived.


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